Die Reisen nach 
Syrien

Erinnerungen an die bewegte Vergangenheit

In den Jahren 2004 - 2010 unternahm Wolfgang Tiemann fünf Reisen nach Syrien und bereiste weite Teile des Landes. Dabei spürte er vor allem den Erinnerungen an die bewegte Vergangenheit dieser arabischen Region mit dem alten Europa nach.

PaperRoads in Damaskus

Am 6. Dezember 2004 wurde das vielbeachtete internationale Kunstprojekt "PaperRoads" im Nationalmuseum Damaskus eröffnet. Damaskus als Metropole und Schnittstelle der alten Seidenstraße war ein Höhepunkt dieser Kunsttournee und wurde in der Öffentlichkeit und den Medien Syriens nachhaltig diskutiert und gewürdigt.

Maalula

Auf seiner zweiten Syrienreise im Januar 2005 besuchte Tiemann unter anderem Maalula,  eine historische Stadt im Nordosten von Damaskus. Maalula liegt unmittelbar am Felsen an der Grenze zwischen Syrien und dem Libanon im Qalamun-Gebirge. Dort befindet sich eine Kirche, von der angenommen wird, sie sei die älteste der Welt. 

Auf dieser Reise nach Maalula und weiteren Stätten in Syrien entwickelte Tiemann unter dem Begriff "Dialog der Kulturen" eine Idee für eine weitere Reise nach Syrien, die dann im Herbst 2005 stattfand.

Krak des Chevaliers

Krak des Chevaliers, eine der berühmten Kreuzritterburgen im nahen Osten, ist eine der geschichtsträchtigsten Wirkstätten auf den Reisen Tiemanns nach Syrien. Zusammen mit einem Freund ging die Reise dorthin auf dem Motorrad - von Hannover bis Damaskus. An diesem denkwürdigen Schauplatz der Weltgeschichte, dort, wo feindliche Heere blutig aufeinander stießen, wo sich Reisende und Einheimische auch friedlich begegneten, entstehen Papierarbeiten mit ungewöhnlicher Authentizität. Landschaften in diversen Grüntönen, Gebäude die Burganlagen und Moscheen ähneln sowie Pinselstriche und Schatten, die längst vergangene Kämpfe und Begegnungen erahnen lassen.

Goethe-Institut Damaskus

Die Arbeiten, die in einer Woche intensiven Arbeitens im Gotteshaus des Krak des Chevaliers entstanden sind, zeugen vom Leid längst untergegangener Epochen. Versunken in der Geschichte Syriens, Arabiens und Europas spürte Tiemann mit tiefschwarzer Farbe und roten Einschlüssen, später auch mit Grüntönen, gelben und blauen Farben, den Dramen nach, die sich an diesem Ort über Jahrhunderte abgespielt haben.
Sämtliche Arbeiten werden anschließend im Goethe-Institut in Damaskus gezeigt.

Karawanserei Khan al Wazir Aleppo

Nach dem abenteuerlichen Arbeiten auf dem Krak des Chevaliers wurden die Reiseeindrücke in den weiteren Monaten von Ende 2005 bis Mitte 2006 weiter bearbeitet und verdichtet, so dass ein umfangreicher Werkzyklus entstand. Diese Arbeiten wurden in Hannover in der Galerie Holbein4 und anschließend in der Karawanserei Khan al Wazir in Aleppo gezeigt.

Floating Land in Damaskus

Es sind künstlerische Landschaften, in denen das Zusammenspiel von Mensch, Natur und Geschichte in den Gezeiten von Werden und Vergehen ihr ebenso präzises wie flüchtiges Bild finden - schreibt Carsten Ahrens 2010. In seiner Werkreihe Floating Land I, die nach Reykjavik 2010 in der Tajalliyat Art Galerie in Damaskus ausgestellt wird, finden sich Landschaften, die nun aus den Eindrücken vieler weiterer Reisen von Djerba über Kuba bis Island und Ibiza geprägt sind.

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