"PaperRoads" und weitere Projekte
 
 

Als das Papier nach 
Europa kam

1250 Jahre Papier im Westen - mit einem druckgrafischen Zyklus sowie internationalen Aktionen und Ausstellungen würdigte der Künstler Wolfgang Tiemann ab Herbst 2001 dieses besondere Jubiläum.

Kernstück des Projektes sind 26 monumentale Tiefdruckplatten bis zu einem Format von 4,80 m x 1,25 m. Die mächtige Größe der Druckplatten sollte die Bedeutung der geschichtlichen Dimension von Papier unterstreichen.

Am 16. März 2002 malte Tiemann auf dem historischen Registan-Platz in Samarkand ein 25 Meter langes Papierbild als einen vorläufigen Höhepunkt seines Projektes "PaperRoads".

Die Stationen im Überblick

Alfeld

Als gelernter Druckgrafiker entschied sich Tiemann für einen Druckprozess in Extremen - 5 Meter lange Aluplatten werden wochenlang mit Werkzeugen und Säuren bearbeitet und dann mit einer 5 to schweren Walze auf Papier gedruckt.

Samarkand

Der Start in Usbekistan als Erinnerung an die legendenreiche Schlacht von 751, in der chinesische Gelehrte in Gefangenschaft arabischer Krieger das Geheimnis der Papierherstellung verrieten, ist vor allem eine Homage an das Papier.

Hildesheim

Das Roemer- und Pelizaeusmuseum  "Das ferne Fremde in vertrauter Nähe", wie die Kulturstiftung der Länder das Museum betitelt, führt das Projekt Paperroads in seiner zweiten Station nach Niedersachsen mit über 200 Besuchern.

Sevilla

Der Historiker Rolf Wernstedt, väterlicher Freund des Künstlers und damals Präsident des niedersächsischen Landtags, setzte sich für die nächste Station Sevilla ein - im Mittelalter auf dem Gebiet des früheren Kalifats Cordoba gelegen.

Shanghai

Während mehrere Tausend Chinesen die vom Volkswagenkonzern akribisch organisierte Ausstellung in der Friendship-Hall Shanghai besuchen, findet Tiemann Zeit, im improvisierten Hotelzimmeratelier sich künstlerisch mit der Kaligraphie zu beschäftigen.

Berlin

Mit der abschließenden Ausstellung im Pergamon Museum würdigt Claus-Peter Haase die Motivation Tiemanns, auf die geistigen Grundlagen, die Prinzipien der "fremden" Kultur aufmerksam zu machen. In gewisser Weise an neuen Motiven lebendig  werden zu lassen   mehr...

Die Reisen nach Syrien

Inspiriert von der erfolgreichen und viel beachteten Ausstellung von "PaperRoads" in Damaskus und von zahlreichen Begegnungen und Ausflügen während dieser Zeit, folgten 4 weitere Reisen nach Syrien. Tieman spürte mit seinen  Werken dem Dialog der Kulturen heute und in der Vergangenheit nach.

Eine Auseinandersetzung mit Vermeer

Als gelernter Lithograph hat sich Tiemann bereits sehr früh für die hohe malerische und zeichnerische Qualität, die Kraft der Stille und das Kolorit des Werkes des niederländischen Malers Jan Vermeer begeistert.

Durch einen überwiegend calvinistisch-humanistisch geprägten, weltoffenen Zeitgeist hält Vermeer zugleich die vertraute, bürgerliche, mitteleuropäische Identität seiner Zeit fest.

2017 wendet Tiemann sich tiefer - zunächst der Ikone "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" zu und ging bei diesem und weiteren Motiven in seinen Interpretationen auch den verdeckten Gefühlen des Künstlers und seiner Modelle nach.

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